Aus dem Handteil kommt die Power
07.03.2022 · BLOG · Letzte Aktualisierung: 21.06.2022
Wissen fängt Fisch - so rufst Du die Power Deiner Rute perfekt ab!
Unterhalb von 45° erreichst Du im Drill eine gleichmäßige Verteilung der Last bis ins Handteil - natürlich in Abhängigkeit von der Rutenaktion sowie der Kampfkraft des Fisches. Im Extremfall ist dann die Rutenspitze sogar völlig gerade gestreckt, sozusagen entspannt, während der kräftige, dickere Teil der Rute seine Arbeit und dabei den Fisch müde macht. So erfüllt jeder Rutenteil seine eigene Aufgabe: die Spitze fängt, das Handteil drillt.
Wird der Rutenwinkel steiler als 45°, sinkt nicht nur die Drillpower Deiner Rute rapide sondern steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zum Bruch kommt progressiv an. Also niemals die Rute gerade in die Höhe oder gar nach hinten strecken!!! Bei wirklich wehrhaften Kandidaten kann es zur Erhöhung der Kraftreserven Sinn machen, das Rutenende in der Hüfte abzustützen und sich mit der Rute gegen den Fisch zu lehnen.

TIPPS
- Wenn Du einen Hänger hast, dann halte die Rute flach, mach die Bremse zu und ziehe nur über die Schnur. Eine Überlastung oder gar Bruch der Rute ist dadurch ausgeschlossen. Außerdem erhöhst Du Deine Chance, den Hänger zu lösen, denn die Schnur übt den Druck unmittelbar auf den Köder aus, ohne dass Deine Rute als Feder dagegen wirkt.
- Je steiler der Winkel, desto weniger Druck kann die Rute auf den Fisch ausüben und desto weniger lässt Du sie für Dich arbeiten.
- Denk daran, dass Deine Rute ein fein abgestimmtes Hochleistungsportgerät und kein plumper Besenstiel ist, an dem man seinen Fisch aus dem Wasser heben kann.
- Zum Landen eines Fisches sollte immer ein Netz verwendet werden. Wenn nicht griffbereit, dann lohnt es sich, den Fisch über das Vorfach statt über die Rute zu landen.
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