Finnese Rigs - DROPSHOT
19.04.2022 · BLOG · Letzte Aktualisierung: 27.06.2022
Dropshot Rig [DS-Rig]
Einsatzgebiet:
Grundsätzlich sollte man sich die Frage stellen, für was man welches Rig verwenden sollte. Das DS-Rig ist ein Rig, welches es ermöglicht einen Hotspot intensiv abzufischen und die Fische auch an schwierigen Tagen zum Biss zu überreden. Was bedeutet, dass das DS-Rig nicht dafür geeignet ist, um Fischstandplätze zu suchen. Vielmehr dafür, Plätze an denen man Fische gefunden hat oder an bekannten Hotspots, die Fische solange zu nerven, bis sie beißen.
Montage:
Bei der Montage könnt ihr auf YouTube jede Menge guter Videos mit guten Knoten finden, welche nicht allzu schwer sind. Solltet ihr jedoch trotzdem Schwierigkeiten haben, sagt Bescheid, dann können wir eventuell ein Video dazu starten. Ich möchte aber nochmal auf die Einzelteile eingehen.
Ihr solltet euch hochwertige und scharfe Haken kaufen, welchen ihr vertraut. Ich fische hier seit Jahren den Illex Down Shot Haken. Der Haken ist sehr scharf und etwas dünndrätiger, was das Haken der Fische erleichtert. Besonders bei den harten Zander Mäulern, kann der Haken gut greifen. Zudem schwebt der Köder bei loser Schnur länger.
Bei den Bleien, kann man denk ich nicht so viel falsch machen. Man muss entscheiden, ob man Blei oder Tungsten fischen möchte und welches Gewicht man braucht. Man sollte so viel Gewicht nehmen, dass man gut Grundkontakt hat.
Als Schnur verwendet ihr Fluorocarbon, das ist schlecht sichtbar für die Fische und sehr abriebfest. Ich habe das Shimano Ultegra Fluo jetzt einige Zeit verwendet und bin extrem zufrieden. Seit kurzem verwende ich das J-Flurorcarbon von Daiwa, welches auch einen sehr guten Eindruck macht und jetzt auch schon einige Male mit am Wasser war. Hier empfehle ich 0,22-0,28 mm für Stillgewässer mit wenig Hindernissen und 0,28-0,35 mm für Fließgewässer mit Steinpackungen und Stillgewässer mit Hindernissen und Muschelbänken. Für Zander verwende ich 0,35-0,45 mm Durchmesser.
Das gute ist, ihr könnt die Rigs sehr gut zuhause vorbereiten und in entsprechenden Vorfachtaschen aufbewahren und damit leicht ans Wasser nehmen.
Als Köder kann man wirklich sehr viele verschiedene Köder verwenden. Als Klassiker würde ich sagen kommen hier sogenannte Pintails oder V-Tail Köder zum Einsatz. Aber auch Kreaturebaits und Krebse kommen hier optimalerweise zum Einsatz. In Strömungen verwende ich auch gerne mal einen klassischen Gummifisch. Für Barsche in unseren heimischen Gewässern verwende ich Köder zwischen 7,5 cm (3 inch) und 10 cm (4 inch). Die Köder werden am besten Nosehooked angeboten. Hierzu habe ich euch zur Darstellung ein entsprechendes Bild gemacht. Ein paar Köder Klassiker habe Ich euch entsprechend verlinkt. Natürlich eignet sich auch der klassische Tauwurm zum Dropshot angeln und bringt, wenn das Wasser kalt ist, Fisch gerade wenn Kunstköder nicht funktionieren.
Nosehooked
Rute:
Bei der Rute kommt es darauf an, auf welcher Distanz man fischen möchte. Je größer die Distanz, desto länger muss die Rute sein. Da man sonst den Köder nicht mehr über den Gewässergrund halten kann. Ihr solltet darauf achten, beim Dropshot immer mit aufgestellt Rute fischt. Die Aktion der Rute sollte nicht zu hart sein, damit man zum einen den Köder besser animieren kann und dass der Fisch die Möglichkeit hat den Köder gut einzusaugen. Die Shimano Diaflash Ruten haben eine Vollcarbon Spitze (Taftec Spitze), welche es ermöglicht, dass der Fisch den Köder leicht einsaugen kann, aber trotzdem eine sehr gute Rückmeldung kommt und der Anhieb gut gesetzt werden kann.
Michaels extra Tipp:
Wenn ihr anstatt eines Dropshot Bleies ein sogenanntes Bullet Weight und eine Glasperle, wie beim Carolina Rig oder Texas Rig verwendet, könnt ihr einen zusätzlichen Reiz ausüben und die Fische zusätzlich aus der Reserve locken. Das hat mir an schwierigen Tagen schon den ein oder anderen Bonusfisch eingebracht.
Tip - Bullet Weight und Glasperle