Rhein - die neue Herausforderung
15.02.2023 · BLOG
Da der Rhein nicht all zu weit von meinem Zuhause entfernt ist, hatte ich schon immer ein Auge drauf. Dort hatte ich noch nie auf Karpfen gefischt. Als es mir irgendwann an den umliegenden Seen zu voll wurde, entschied ich mich am Rhein es in einem Buhnenfeld zu probieren.
Doch welche Buhne sollte man zur welcher Jahreszeit und Wasserstand wählen? Da mein Bruder sehr aktiv mit der Spinnrute auf Wels am Rhein fischt, konnte er mir ein paar Tipps zur Wahl einer womöglich geeigneten Stelle geben.

Nachdem ich mich für eine Buhne entschieden habe, habe ich 3 Wochen Boilies und Partikel gefüttert.
Und dann kam der Tag als es dann endlich zum Fischen ging. Das Wetter wechselte von sonnig trocken, zu bewölkt und leichtem Nieselregen. Perfekt dachte ich!
Kurz nach dem Aufbau sah ich schon dicke Wolken und der leichte Wind verwandelte sich in Böhen. Nach ca. 2 Stunden starkem Regen blieben selbst die 350 Gramm schweren Bleie nicht mehr liegen. Ich beobachtete immer wieder den Wasserstand, jedoch war dieser so hoch, dass das Fischen am Buhnenfeld unmöglich war. Somit endete mein erster Ansitz am Rhein eher mit einem R(h)einfall.

Ich suchte ich mir nun als nächstes eine kleine Hafeneinfahrt aus. Hier war die Strömung und der Sog der Schiffe nicht mehr so stark und man konnte auch während des Hochwassers fischen. Aber auch hier blieb der Erfolg aus und ich ging erneut mit leeren Händen nach Hause.

Zuletzt wollte ich einfach an Fisch kommen und suchte mir dafür eine Stelle im Hafen. Ich hoffte, wenn sich Fische hier im Hafen aufhalten, dann kann ich sie bestimmt auch fangen. Ich schaute mir mehrere Bereiche an und sah, dass hier viel mehr Aktivität vorhanden war als bei den zuvor von mir befischten Plätzen. Also wurde im Hafen über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen, 2 Stellen mit Knoblauch Fisch Boilies und Partikeln gefüttert.
Jetzt aber los - mildes Wetter, leicht steigendes Wasser und ab der zweiten Nachthälfte wurden leichte Gewitter gemeldet. Eine Rute wurde mit einem kleinen Pineapple Pop-Up und die zweite mit einem 22 mm sinkenden Knoblauch Fisch Boilie bestückt. Die Montagen platzierte ich hinter der Steinpackung, dort wo das Kraut endet. Es folgte dann noch etwas Futter auf die Spots und dann hieß es abwarten und wieder das Wasser beobachten.
Kurz vor Mitternacht bekam ich endlich einen schönen Biss auf den Pop-Up. Ich war tierisch aufgeregt, denn nun hatte ich einen Fisch am Haken und hoffte, dass er nicht einfach aussteigt. Nach kurzem Drill lag er vor mir im Netz und die Freude war riesengroß - ein richtig schöner Rheinschuppi!

Die restliche Nacht, wie auch eine weitere, verlief ohne Biss. Somit blieb es bei diesen einen wunderschönen Fisch.
Der Rhein ist wohl auf seine Art und Weise eine echte Herausforderung!
Waldemar